Pressemeldung23.9.2004

Bugatti Veyron Mit elf Prototypen der Serienreife entgegen

Bugatti Veyron Mit elf Prototypen der Serienreife entgegen

Molsheim

Erprobung des Bugatti Veyron ist in die finale Phase eingetreten

Mit insgesamt elf parallel eingesetzten Prototypen des Bugatti Veyron hat die Entwicklung des neuen Hochleistungssportwagens die finale Phase erreicht. Bis zum Fertigungsstart des über 400 km/h schnellen Bugattis werden die Prototypen dabei unter den härtesten Bedingungen in Summe mehrere 100.000 Kilometer zurücklegen. Eines der zur Zeit wichtigsten Erprobungsziele: Die perfekte Abstimmung eines in dieser Form bislang noch nie realisierten Sport- wagens. Ein Auto, das in eine für Straßenfahrzeuge völlig neue Dimension der Kraftentfaltung vordringt, aufgrund verschiedenster technischer Innovationen aber dennoch komfortabel und beherrschbar bleibt. Ein Bugatti par excellence.

Einer der elf Prototypen durchläuft zur Zeit bereits eine Dauererprobung über die Distanz von mehr als 50.000 Kilometern. Hierbei wird das Gesamtfahrzeug geprüft. Sechs weitere Bugatti Veyron absolvieren derweil sogenannte Funktionsversuche, bei denen bestimmte Einzelsysteme geprüft und immer wieder spezielle Fahrsituationen simuliert werden. Vier weitere Fahrzeuge befinden sich in der Vorbereitung zur Dauererprobung und für Funktionsversuche.

Wie schonungslos besonders die Dauererprobung ist, verdeutlich das Beispiel der hier „eingestreuten“ Bremsentests. Dr. Wolfgang Schreiber, Entwicklungschef Bugatti Engineering: „Hierzu gehört auf einem Hochgeschwindigkeitsoval das Herunterbremsen von 250 auf 80 km/h und danach das sofortige Hochbeschleunigen auf erneut 250 km/h. Und zwar fünf Mal in Folge. Die Verzögerung entspricht der Vollbremsung eines normalen Fahrzeugs. Bei uns ist das eher eine mittlere Verzögerung. Auf der anderen Seite des Ovals wiederholt sich der Test. Bei einer Runde auf dieser Schnellbahn erfährt das Fahrzeug also zehn solcher Bremsvorgänge und Volllastbeschleunigungen. Eine enorme Belastung, die die Fahrzeuge ohne Schäden ertragen müssen.“

Nicht weniger extrem sind die Testfahrten auf Rennstrecken wie dem Nürburgring. Hier werden Distanzen von mehreren 1.000 Kilometer zurückgelegt. Einen großen Anteil davon spulen die Bugatti im maximalen Renntempo ab. Die von Michelin entwickelten Hochgeschwindigkeitsreifen des Bugatti Veyron erlauben dabei weltweit als erste Serienpneus Geschwindigkeiten im 400-km/h-Bereich. Der Bugatti Veyron muss zum Fahren der V/max deshalb nicht auf andere Reifen gestellt werden; die Serienreifen bedienen vielmehr alle Geschwindigkeitsbereiche.

Unabhängig davon, wie schnell der Bugatti Veyron gefahren wird, kennzeichnen ihn stets optimale Abtriebswerte. Der notwendige Anpressdruck an die Straße wird über ein veränderbares Aerodynamiksystem erzeugt, das die Bugatti-Ingenieure um Dr. Schreiber ebenfalls während unzähliger Tests perfektionieren. Das variabel steuerbare System beinhaltet unter anderem zwei vor den Vorder- rädern integrierte Diffusorklappen und eine aus Flügel und Spoiler bestehende Aerodynamikeinheit im Heckbereich. Je nach Fahrzeuggeschwindigkeit erzeugen sie einen zusätzlichen Anpressdruck von mehreren hundert Kilogramm.

Die ausbalancierte Perfektion des allradgetriebenen und über das erste Siebengang-Doppelkupplungs- getriebe (DSG) der Welt geschalteten Bugatti Veyron werden die ersten Kunden im kommenden Jahr auskosten können. Dr. Thomas Bscher, Präsident Bugatti Automobiles S.A.S.: „Im Sommer 2005 werden wir die Vorserie starten. Die Auslieferung der ersten Fahrzeuge erfolgt dann in der zweiten Jahreshälfte.“ Die Kunden erhalten nicht nur ein Auto, sie erhalten die Faszination des technisch Machbaren. Wolfgang Schreiber: „Das Beschleunigungserlebnis ist beeindruckender als in einem startenden Jet.“ Thomas Bscher steigt in einen der Prototypen und ergänzt: „Der Veyron bleibt aber beherrschbarer als jeder andere Sportwagen einer annähernd vergleichbaren Leistungsstufe.“ Dann rauscht er, der ehemalige Rennfahrer, davon in Richtung Handlingkurs. Bei Bugatti saß und sitzt der Chef stets selbst am Steuer. Im ersten und zweiten Zeitalter dieser einmaligen Marke.